Italienische Kaffeekultur

24th Dezember 2018 0

Das müssen Sie zugeben: Nirgendwo auf der Welt versteht man so viel von Kaffee wie in Bella Italia. Die Kaffeekultur, wie man sie in Italien zelebriert, gibt es sonst nirgendwo auf der Welt. Oder kennen Sie ein anderes Land, in dem gesetzlich geregelt ist, wie viel ein Espresso maximal kosten darf?

Wie kamen die Italiener zu ihrem Kaffee?

Letztendlich haben die Italiener es dem Venezianer Prospero Alpini, Arzt, Botaniker und Händler, zu verdanken, dass im Jahr 1570 der Kaffee nach Italien kam. Händler brachten einige Säcke der Bohnen von ihren Reisen in den Orient mit, nicht zur Begeisterung aller. Die Christen hatten anfangs eine starke Ablehnung gegenüber diesem neuen Trunk und waren überzeugt, dass dieses „Türkengetränk“ ein Teufelszeug war, dass die Christen ins Verderb führen würde, wenn sie zu viel davon tränken. Nach und nach gingen die Zweifel verloren und bereits 200 Jahre später gab es in Venedig bereits 218 Cafés. Von Venedig aus eroberte der Kaffee ganz Italien.

Wer schon einmal in Italien war, der weiß, dass die Italiener besonders in Lokalen die Zubereitung des Kaffees wahrlich zelebrieren. Die hochwertigen Kaffeemaschinen sind ihr Heiligtum und bedürfen nach eigenen Aussagen viel Erfahrung und Wissen um sie so einstellen zu können, dass der Kaffee auch sein richtiges Aroma und eine schöne Crema entfaltet.

Bestellt man in Italien salopp einen Kaffee, dann wird man erstaunt sein ob der Tassengröße. Unter einem simplen Kaffee verstehen die Italiener nämlich einen Espresso, den sie sowohl zum Frühstück, zur Vormittagspause in der Bar um die Ecke oder als Verdauungsförderer nach jedem Essen trinken.

Genauso beliebt wie der Espresso ist der Cappuccino, ein Kaffee mit viel aufgeschäumter heißer Milch, der gemeinsam mit einem Cornetto (einem Croissant) das perfekte italienische Frühstück bildet.

Kommentar

0